INS-Projekte

Das INS ist seit seiner Gründung vor mehr als 50 Jahren darum bemüht, den Menschen Zugänge zur plattdeutschen Sprache, aber auch zur Literatur oder Musik zu erleichtern. Dafür hat das INS z.B. Wörterbücher, eine Grammatik, ein Lehrbuch für Erwachsene und zahlreiche Informationsschriften zur Verfügung gestellt – erwähnt seien hier nur die drei Erhebungen zum jeweils aktuellen Stand des Niederdeutschen in den Jahren 1984, 2007 und 2016.

Auch seine Online-Angebote hat das INS kontinuierlich ausgebaut. Das plattdeutsche Tonarchiv PLATO wendet sich seit 2020 mit der Digitalisierung und Zugänglichmachung von Aufnahmen in niederdeutscher Sprache an alle Sprecher und Interessierten. 

Die Datenbank „Literaturorte – wo Niederdeutsch zu Hause ist“ ermöglicht seit 2025 vielfältige Begegnungen mit Leben und Werk plattdeutscher Autoren. Wer sich auf ihre Spuren begeben möchte, kann hier nach Lust und Laune recherchieren. 

Die Sammlungen und Aufbereitungen des INS basieren grundsätzlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Verfahren. In der Mehrzahl sind diese Vorhaben langfristig angelegt, auch wenn die notwendige staatliche Förderung für Projekte jeweils auf ein Kalenderjahr beschränkt ist. Seit 2019 erhält das INS Projektmittel von den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Information zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit:

Beim Digitalisierungsprojekt PLATO werden unterschiedliche Audiomaterialien sowie zugehörige Informationen weltweit verfügbar gemacht. Durch den erleichterten Zugang erhöht sich die Attraktivität der Beschäftigung mit entsprechenden Sprachdaten. Das gilt sowohl für eine Nutzung durch sprachlich interessierte Laien als auch für wissenschaftliche Anwendungen. Da die Nutzung mit jedem internetfähigen Endgerät möglich ist, verringert sich der Aufwand der Datenbeschaffung für die Nutzer:innen erheblich. Entsprechend fallen bei Bedarf keinerlei Reisen an, außerdem lässt sich der archivierende Ausdruck von Daten oder Texten erheblich reduzieren. 

Das sprachliche, wie das regionalkulturelle Selbstbewusstsein der Akteure wird durch die Sichtbarmachung der Thematik für eine breite Öffentlichkeit im Rahmen des Projektes nachhaltig befördert. Das Projekt ist darauf angelegt, derartige Impulse zu unterstützen und zu intensivieren. Allein durch seine Existenz trägt das Vorhaben dazu bei, positive Einstellungen zur niederdeutschen Sprache zu bestärken.

Damit leistet das Projekt einen maßgeblichen Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Für Hinweise und Anregungen sind die Bearbeiter sehr dankbar.