
Das Plattdeutsche Tonarchiv PLATO ist als umfassendes Tonarchiv für die Regionalsprache Niederdeutsch angelegt. Es ergänzt die am Institut für niederdeutsche Sprache bestehenden Bibliotheken und Sammlungen. Auf seiner Homepage (https://plattdeutsches-tonarchiv.de) lassen sich aus unterschiedlichen Regionen und Lebensbereichen Hördokumente aufrufen. Die ausgewählten Tondokumente sollen als Ausdruck niederdeutscher Sprachkultur dauerhaft bewahrt werden.
Niederdeutsch existiert als gesprochene Sprache in einer weit gefächerten regionalen Vielfalt. Daneben gibt es Niederdeutsch als Literatursprache mit einer beachtlichen Bandbreite. Das Ziel von PLATO ist es, die niederdeutsche Sprache in ihrer Vielfalt hörbar zu machen.
Das Projekt PLATO ist im Jahr 2020 mit einer Dokumentation der Schallplattenreihe „Niederdeutsche Stimmen“, erschienen zwischen 1965 und 1981 im Schuster-Verlag Leer, an den Start gegangen.
Im Jahr 2021 wurden Aufnahmen von mehr als 40 Sprechern des Heidekreises aufbereitet und zugänglich gemacht.
Für das Jahr 2022 wurden über das Tonarchiv ausgewählte Rundfunkandachten, die im NDR ausgestrahlt wurden, und zusätzlich dazu weitere Texte aus der Kirchen- und Gemeindearbeit gesammelt und zugänglich gemacht.
Im Jahr 2023 ging es um das niederdeutsche Bühnenspiel. Dazu wurden Mitglieder von Kinder- und Jugendgruppen plattdeutscher Amateurbühnen befragt.
Im Jahr 2024 wurden Menschen nach der Rolle der Regionalsprache Niederdeutsch in ihrem Berufsalltag befragt. Mit wem wird Plattdeutsch oder Hochdeutsch gesprochen, worüber spricht man und macht die jeweilige Sprache einen Unterschied?
Im Jahr 2025 wurden Werkstattgespräche mit bekannten Autorinnen und Autoren dokumentiert, die ihr literarisches Schreiben in niederdeutscher Sprache reflektieren.
